Freitag, 3. Oktober 2014

3. Oktober. Kein Grund zum feiern!



Neben dem 100. Jahrestag des Beginns des 1. Weltkrieges und dem 75. Jahrestag des Beginns des 2. Weltkrieges jährt sich in diesem Jahr ein weiteres Ereignis, welches Millionen von Menschen in negativer Weise  beeinflusste. Die „Deutsche Wiedervereinigung“.

Viele Einwohner der Deutschen Demokratischen Republik sehnten sich nach Reisefreiheit, freier demokratischer Mitbestimmung und nach westlichen Konsumgütern. Für diese Dinge gingen sie auf die Straße und unter dem Willen der Massen kollabierte der deutsche Realsozialismus letztendlich. Aber haben diese Menschen letztendlich bekommen, wofür sie auf die Straße gingen? Gewiss nicht!

Mauerfall  und „Wiedervereinigung“

Aufgrund des verfehlten Reformkurses des damaligen Generalsekretärs der KPdSU, Michail Sergejewitsch Gorbatschow, begann der sogenannte Ostblock, im Jahr 1989, in sich zusammenzubrechen. In Deutschland bleibt hierbei der „Tag des Mauerfalls“ (9. November 1989), im Gedächtnis. Nicht nur, weil an diesem Tag die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten fiel, sondern auch, weil somit der sogenannte „Eiserne Vorhang“ fiel, der Europa bis dahin in zwei Hälften teilte.

Die Abwicklung der ostdeutschen Industrie

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein kapitalistischer Staat, der über seine eigenen wirtschaftliche Infrastruktur  verfügt und für dessen Konzerne die Staatsbetriebe der DDR nur Konkurrenz darstellten. So wurden die Staatsbetriebe der DDR entweder geschlossen, oder kostengünstig an Konzerne der BRD verkauft, die sich so an ihnen bereicherten. So kam es zu Massenentlassungen und Betriebsschließungen, bei denen die Konzerne der BRD maßgeblich profitierten. Dadurch gelang es diesen Konzernen zum einen, billig produzierende Konkurrenz auszuschalten und zum anderen, ihre Produktionskapazitäten kostengünstig zu erweitern. Für die ehemals dort Beschäftigten bedeutete dies Massenentlassungen und Lohnkürzungen. Was letztendlich in Arbeitslosigkeit und Armut mündete.

Der Kapitalismus feiert sich selbst 
                                                   
Am 3.10.2014 findet ein großer Festakt in Hannover statt, der die Annexion der DDR durch die BRD hochleben lassen soll. Zu dieser Feier werden auch einige Politiker erwartet, die den Kapitalismus in all seine Härte repräsentieren. Unsere Bundeskanzlerin, Angela Merkel, die für knallharte Wirtschaftspolitik, wie massive Steuersenkungen für Betriebe und Besserverdienende, Austeritätspolitik und auch für die Transformation der Bundesrepublik in ein Billiglohnland steht. Unser amtierender Bundespräsident, Joachim Gauck, der sich dafür einsetzt, dass die Bundeswehr vermehrt an Auslandseinsetzen teilnimmt, um der deutschen Wirtschaft Rohstoffquellen und Handelswege zu erkämpfen und um die imperialistische Politik der BRD gegenüber anderen Staaten durchzusetzen. Zum anderen hat auch der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff zugesagt, der aus seinem Amt zurücktreten musste, da ihm Beeinflussung durch befreundete Unternehmer nachgesagt wurde. Die Kosten dieses Spektakels werden sich auf ca. 4,4 Millionen Euro belaufen, die zum Großteil aus Steuergeldern aufgebracht werden.

Wir wehren uns dagegen 
                                                           
Um gegen diese Selbstbeweihräucherung des deutschen Kapitalismus und gegen das feiern der Zerschlagung und Annexion der Deutschen Demokratischen Republik zu demonstrieren, beteiligen wir uns an der Gegendemonstration, die von verschiedensten Gruppen und Organisationen aus dem ganzen Land unterstützt wird.

Die Demonstration beginnt am 3.10.2014 um 14 Uhr am Hannoveraner Opernplatz.

Montag, 1. September 2014

1. September: Antikriegstag




Am 1. September jährt sich der Überfall Deutschlands auf Polen zum 75. Mal. Außerdem jährt sich der Ausbruch des 1. Weltkrieges nun zum  100. Mal. Aufgrund dieser verbrecherischen Kriege, die allesamt von diesem, unserem, Lande ausgingen, ist es uns ein Anliegen, auf diese Verbrechen und auf die Kriege, die zur Zeit stattfinden, aufmerksam zu machen.

Keinen Fußbreit den Faschisten. Heute wie damals

Während des 1. Weltkrieges riefen sie schon „fürs Vaterland“, Bildungsbürger sowie Proletarier reihten sich ein in den Chor der Kriegsbegeisterten. Das wilhelminische Kaiserreich kam zu spät bei der Verteilung der Welt und versuchte nun, diesen Nachteil aufzuholen. Bürgerliche Historiker versuchen nun, dies als „Schlafwandlerei“ und als „unvermeidliche Katastrophe“ darzustellen. Dabei wird außer Acht gelassen, dass Deutschland unbedingt Kolonien haben wollte, um Absatzmärkte für seine Industrie zu schaffen und um die Rohstoffe der Kolonien auszubeuten.  Ferner benötigte Deutschland Kolonien, um zur Weltmacht England aufzuschließen. Um diesen Weltmachtsanspruch geltend zu machen, rüstete Deutschland massiv auf, gerade die Marine wurde verstärkt aufgebaut. Dies und die propagandistische Abwertung anderer europäischen Länder, befeuerte den deutschen Nationalismus und schaffte den Nährboden für den Nationalsozialismus. Erst die Novemberrevolution, die von den Massen der Bevölkerung ausging, beendete diesen Wahnsinn.

1933 fielen die Deutschen auf den Rattenfänger Hitler herein, welcher ihnen von der „deutschen Herrenrasse“ und von der „Dolchstoßlegende“ vorfabulierte. Hitler wurde mit Unterstützung des Kapitals zu Macht verholfen und eben jenes Kapital profitierte auch demensprechend von der faschistischen Herrschaft, welche, durch die Verschmelzung von Imperialismus und zügellosen Nationalismus,  den Gipfel der bisher jemals dagewesenen Unterdrückung erreichte.

Auch heute herrschen die Faschisten mit Unterstützung des Kapitals

Wenn man den Blick in Richtung Ukraine wendet, sollte jedem denkendem Menschen klar werden, dass sich die Geschichte wiederholt. Dort werden ukrainische Faschisten hofiert und als unterstützenswerte Partner akzeptiert. Selbst der deutsche Außenminister scheut sich nicht, den Faschisten die Hände zu schütteln. Hierbei unterscheiden sich aber die Interessen des europäischen und des US-amerikanischen Kapitals. Da die USA finanziell stark angeschlagen sind und große Teile der Bevölkerung inzwischen den Krieg ablehnen, ist deren Regierung dazu gezwungen, einen Stellvertreterkrieg zu führen, um im Kampf um wichtige Rohstoffe und um die politische Macht in Europa die Nase vorne zu haben. Anstatt Russland direkt anzugreifen, unterstützen die Amerikaner die faschistische Regierung in der Ukraine finanziell und mit Kriegswaffen. Das europäische Kapital hingegen stellt sich auf die Seite Putins, da Russland über ein großes Potenzial an fossilen Energieträgern verfügt, auf das Deutschlands Wirtschaft angewiesen ist. Da Deutschland und die USA Verbündete sind, lässt sich die Bundesregierung zu halbherzigen Unterstützungserklärungen gegenüber Kiew hinreißen, die keine tieferen Auswirkungen haben.

Schlachtfeld Naher Osten

Im Nahen Osten eskalieren die Konflikte ebenfalls. Die Anhänger der Organisation „Islamischer Staat (IS)“schlachten auf grausamste Art Menschen ab.  Auch hier sind die USA involviert. Die IS wurde ursprünglich vom CIA aufgebaut, um in Syrien gegen Assad zu kämpfen. Jetzt ist der CIA die Kontrolle über die Terrormiliz entglitten, wie es schon in den 1990er Jahren mit den Taliban passierte, die bei ihrem Kampf gegen die Sowjetunion von den Amerikanern unterstützt wurden. Die Massenhinrichtungen, die die IS unter der Zivilbevölkerung durchführt, begründen die IS-Kämpfer damit, dass diese Menschen einen anderen Glauben haben, bzw. einer anderen Auslegung des Islams angehören. Anstatt sich hinter dem völkischen Nationalismus zu verstecken, wie es die Nationalsozialisten einst taten, verstecken sich diese Faschisten hinter der Religion. Andersdenkende sind unerwünscht und müssen um ihr Leben bangen. 

In diesem Kontext muss man auch den israelischen Zionismus, der nichts weiter ist, als ein religiös motivierter völkischer Nationalismus, erwähnen. Dieser ist der Meinung, dass alle Menschen jüdischen Glaubens in Israel leben sollten und dass alle Juden, die im Ausland leben, selber schuld an antisemitischen Übergriffen seien. Die aktuelle israelische Regierung ist die rechtsgerichteste Regierung in der Geschichte des Staates Israels. Israel erhebt den Anspruch, Gebiete zu besiedeln, die ihnen laut Völkerecht nicht zustehen. So werden, UN-Rechtswidrig, Gebiete besiedelt, die offiziell nur besetzt sind und nicht zum Staatsgebiet gehören, welche aber, aufgrund der Besiedlung, schleichend völkerrechtswidrig annektiert werden. Des Weiteren rechtfertigt die Regierung Israels ihre Angriffe gegen Wohngebiete damit, dass sich dort angeblich Kämpfer der Hamas verstecken sollen. Dies ist nichts weiter als ein Vorwand um Bomben auf das am dichtesten besiedelte städtische Wohngebiet der Welt zu werfen. Die Palästinenser wollen ihren eigenen, unabhängigen, Staat welcher die aktuelle, rechte Regierung Israels ihnen nicht zugesteht. Um dies zu verhindern tut diese Regierung alles Mögliche und schreckt auch vor mutwilliger Tötung von Zivilisten nicht zurück. 

Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus ist der Nährboden für den Faschismus

Der Kapitalismus ist all dessen Grundlage und steht der Menschheit bei ihrer Selbstbefreiung im Wege. Nur wenn jeder begreift, dass alle Menschen gleich sind, egal welches Geschlecht man hat, welche Hautfarbe man hat, wo man geboren ist und welcher Religion man angehört, nur wenn es den Menschen gelingt, die kapitalistische Leistungsgesellschaft zu überwinden, nur dann kann die Menschheit ihr beschränktes geistiges Gefängnis hinter sich lassen und eines Tages in einer befreiten Gesellschaft leben, in der kein Mensch mehr den anderen unterdrückt.

Wir, die Linksjugend [‘solid] Hildesheim, fordern deshalb: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! Für eine Welt ohne Kapitalismus!

Freitag, 8. August 2014

Nahost: Stoppt endlich das Töten!



Was ist passiert?
 
Vor wenigen Wochen führte die Entführung dreier israelischer Jugendlicher  zur neuerlichen Eskalation des sogenannten Nahost-Konfliktes.

Die israelischen Behörden beschuldigen hierbei die Hamas, diese Entführung durchgeführt zu haben, was ebendiese abstreitet und angibt, dass 3 Mitglieder einer palästinensischen Großfamilie, die ca. 10.000 Mitglieder umfasst und sich als "nicht der Hamas zugehörig" bezeichnet, die Entführung und Ermordung der 3 israelischen Jugendlichen begangen zu haben.

Nachdem die Leichen der 3 toten Israelis wenige Stunden später gefunden wurden, entführten israelische Siedler einen palästinensischen Jugendlichen, prügelten ihn blind und zwangen ihn Benzin zu trinken, bevor sie ihn mit ebendiesem übergossen und bei lebendigen Leibe verbrannten.

Als Reaktion hierauf feuerten nahezu alle palästinensischen Widerstandsgruppen selbstgebaute Raketen auf den Staat Israel ab. Die israelische Armee geht seitdem gewaltsam gegen die Bewohner des Gaza-Streifens vor, welcher das weltweit am dichtesten besiedelte städtische Gebiet darstellt und nimmt dabei leichtfertig den Tod von Zivilisten in Kauf.

Bei den Bombardierungen werden auch Schulen, die von der UN betrieben werden, als potenzielle Raketenlager der Hamas bombardiert, wodurch die israelische Regierung impliziert, dass die UN das Vorgehen der Hamas unterstützt und deren Vorgehen durch Bereitstellung deren Infrastruktur unterstützt bzw. keine Verfügungsgewalt mehr über ihre eigenen Einrichtungen hat. Allein durch diese Begründung sollte klar werden, dass die Regierung Israels hemmungslos gegen alle Infrastrukturen vorgeht, die den Palästinensern in irgendeiner Weise nützen könnten.

Gerade der Hintergrund, dass die beiden palästinensischen Organisationen Fatah und Hamas ihre Streitigkeiten beigelegt haben und kurz davor waren, eine gemeinsame, palästinensische Regierung zu bilden, die den Weg zu einer 2-Staaten-Lösung ebnen würde, stellt das israelische Vorgehen in diesem, von den Israelis provozierten, Konflikt als pure Spaltung dar.Behörden beschuldigen hierbei die Hamas, diese Entführung durchgeführt zu haben, was ebendiese

Man darf diesbezüglich nicht vergessen, dass es auf beiden Seiten sogenannte "Hardliner" gibt und warum es diese gibt.

So haben viele palästinensische Menschen ihre Angehörigen im Laufe dieses langjährigen Konfliktes sterben sehen und sind dadurch dazu getrieben worden, sich dem militanten Widerstand anzuschließen.
Viele Israelis sehen sich dazu berufen, ihren Staat vor den palästinensischen Raketen zu beschützen. Dabei vergessen sie allerdings, dass die meisten, von den palästinensischen Widerstandskämpfern gebauten, Raketen, entweder vom Raketenabwehrsystem "Irondom" ("Eisenkuppel"), welches das aktuell weltweit effektivste Raketenabwehrsystem ist, abgefangen werden, oder, dass diese Raketen zum überwiegenden Teil in der Wüste einschlagen. Wohingegen die Israelischen Bomben, die von Kampfflugzeugen oder von Kampfdrohnen, die inmitten von dichtbesiedelten Wohngebieten abgefeuert werden, viele Zivilisten töten.

Wenn man sich mit dieser Thematik auseinandersetzt, muss man insbesondere auf den Zionismus eingehen, um den Begriff von vornherein zu erläutern:

Was ist Zionismus?
 
Ursprünglich bezeichnet der Zionismus die Notwendigkeit, einen jüdischen Staat zu schaffen, um einen "Schutzraum" gegen Antisemitismus zu schaffen. Nach der Schoah (dem Holocaust) und der Gründung des Staates Israels im Jahre 1948, sahen die Zionisten, Menschen jüdischen Glaubens nur als "Menschenmaterial" an. Kräftige Männer zwischen 20-30 Jahre waren in Israel willkommen, da diese durchaus in der Lage waren, das Land aufzubauen.

Die Überlebenden des Holocausts wurden hingegen mit Abfindungen abgespeist, sodass sie in ihrer europäischen Heimat blieben und nicht nach Israel auswanderten, damit sie den Aufbauarbeiten nicht im Wege waren. Da sie durch die Konzentrationslager durchwegs bleibende körperliche Schäden davontrugen, aber dennoch als Legitimation für die Gründung des Staates Israels fungieren sollten. Dadurch wandelte sich der Begriff des Zionismus und stellte im Endeffekt die Ideologie dar, die besagte, dass alle Menschen jüdischen Glaubens im Staat Israel leben müssten.

Alle nicht in Israel lebenden Juden ("diasporischen Juden") sind aus der Sicht der Zionisten vogelfrei und es ist ihnen durchaus willkommen, wenn die diasporischen Juden aufgrund von antisemitischen Übergriffen dazu gezwungen werden, nach Israel auszuwandern, um endlich in Ruhe leben zu können. Jedem, der sich intensiver mit der Thematik beschäftigt hat, sollte die Aussage "Der Zionismus braucht den Antisemitismus wie Luft zum Atmen" geläufig sein.

Letztendlich ist der Zionismus nichts weiter als ein religiös motivierter Nationalismus und dieser ist als solcher von allen anti-nationalistisch-/nationalkritisch-denkendenMenschen abzulehnen.

Der Zionismus wurde am 10. November 1975 offiziell als Rassendiskriminierung von der  UN geächtet, was 1991, nach dem Zusammenbruch des "Ostblocks" , auf Initiative der USA hin, wieder rückgängig gemacht wurde (http://de.wikipedia.org/wiki/Resolution_3379_der_UN-Generalversammlung). Was allerdings nichts am Charakter der aktuellen Politik des zionistischen Apartheidsstaates Israels ändert, welcher durch die rechtsgerichteste Regierung, die Israel in seiner Geschichte jemals hatte, vertreten wird.

Wer befürwortet den Zionismus?

Aktuell steht der Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom innerhalb der Linksjugend ['solid], der dem reformistischen "Forum Demokratischer Sozialismus" zuzuordnen ist, "unerschütterlich" zu Israel.

Diese Strömung innerhalb des Jugendverbandes, der den sogenannten "Antideutschen" zuzuordnen ist, steht dem Apartheidsstaat Israel solidarisch gegenüber und verherrlicht Kriegsverbrecher wie den britischen Oberbefehlshaber der Royal Airforce, Arthur "Bomber" Harris, der während des 2. Weltkrieges gezielt Bombardierungen auf deutsche Wohngebiete hat durchführen lassen.

Wie stehen wir dazu?

Wir, die Linksjugend ['solid] Hildesheim, unterstützen hiermit den Ausschluss aller Mitglieder des BAK Shaloms, aus der Linksjugend ['solid], welcher per Petition gefordert wird (https://www.facebook.com/events/309817982523040/?ref=2&ref_dashboard_filter=upcoming ) und befürworten eine 2-Staaten-Lösung zwischen Palästinensern und Israelis.

Außerdem lehnen wir jeglichen Antisemitismus und Zionismus ab.

Sonntag, 15. Juni 2014

Fussballweltmeisterschaft 2014: Blut und Spiele


Am 12.06.2014 beginnt die Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien mit der üblichen Auftaktveranstaltung und dem anschließenden Eröffnungsspiel.

In wiederkehrender Kontinuität wird  Deutschland aufs neue vom "Party-Patriotismus" ergriffen, der das Land alle 2 Jahre in ein Meer aus Fahnen, Trikots und anderen Nationalsymbolen verwandelt. Wenn man von der Irrationalität absieht, sich mit einem nationalen Kollektiv zu identifizieren, in diesem die jeweiligen Individuen nichts miteinander verbindet, außer zufälligerweise im selben Land zu leben, muss man sich jedes Mal aufs neue mit den negativen Symptomen dieses Speltakels auseinandersetzen. So kommt es vermehrt zu Übergriffen auf Menschen anderer Hautfarbe und zu rassistischen Beleidigungen, besonders häufig, wenn Deutschland ein Spiel verloren hat. Oft nutzen auch Rechtsradikale die nationalistische Stimmung gezielt für ihre Propaganda und schüren rassistische Ressentiments. Die schwerwiegenste Auswirkung ist allerdings, dass Nationalismus dadurch langsam wieder Salonfähig wird und fremdenfeindliches Gedankengut wieder in der Gesellschaft toleriert wird, was der Erfolg von Thilo Sarrazins Büchern zeigt. Auch rechtspopulistische Parteien wie die "Alternative" für Deutschland ziehen inzwischen erfolgreich mit nationalistischen bis fremdenfeindlichen Slogans in den Wahlkampf.

Die großen Verlierer dieser Fußballweltmeisterschaft sind allerdings die einfachen Menschen Brasiliens. Während die FIFA gewaltige Fußballstadien auf Kosten des brasilianischen Steuerzahlers bauen lässt und mit dem Verkauf von Lizenzen Milliarden verdient, spitzt sich die Lage der ärmeren Bevölkerungsschichten täglich weiter zu. Während diese WM mit ca. 11 Milliarden Euro die teuerste der Geschichte ist, leben viele Brasilianer in extremer Armut. Gerade die Jüngsten sind am meisten von diesen Entwicklungen betroffen, so nimmt die Prostitution  unter Minderjährigen stetig zu und elternlose Straßenkindern werden von Todesschwadronen erschossen, um den Touristen eine sorglose Atmosphäre zu bieten. Wegen diesem menschenverachtenden Vorgehen der Regierung kommt es schon seit Wochen zu Protesten, bei denen oft Demonstranten von der Polizei oder von Paramilitärs erschossen werden.

Während die FIFA in Brasilien Milliarden scheffelt und unschuldige Menschen für den Profit einiger weniger sterben, werden hier in Deutschland ebenso Gewinne daraus geschlagen. In den Läden werden wieder einmal überteuerte Fanartikel und alle möglichen Produkte in den Nationalfarben angeboten und auf den Fanmeilen werden Bierfeste im Rahmen des kollektiven Nationaltaumels gefeiert, welche nicht selten mit rassistischen Übergriffen und Beleidigungen enden.

Aus diesen Gründen lehnen wir diese menschenverachtende Kommerzveranstaltung ab und rufen zum Boykott der Fußballweltmeisterschaft auf.

Donnerstag, 8. Mai 2014

8. Mai: Nieder mit dem Faschismus!



Am 8. Mai 1945 befreite die Rote Armee Europa vom deutschen Faschismus, der Tod und Zerstörung über die Welt brachte.

Heute, 69 Jahre später, existiert wieder ein faschistisches Regime in Europa. Mit dem, von der EU und von den USA unterstützten, faschistischen Putsch in Kiev gelangten wieder mordende Rechtsradikale in die Regierung eines europäischen Staates.

Bereits kurz nach der Machtergreifung in Kiev mussten Antifaschisten und Oppositionelle um ihr leben bangen. Mit dem, von der Polizei geduldeten, Überfall auf das Gewerkschaftshaus in Odessa, in dem Regierungsgegner Schutz vor einem faschistischen Mob gesucht haben und bei dem viele Menschen ermordet und teilweise lebendig verbrannt wurden, erreicht die Gewalt einen neuen Höhepunkt.

Anstatt einzugreifen, ignorieren die westlichen Staaten die Morde der ukrainischen Regierung, die von ihnen installiert wurde, um Russland einzuengen und die Machtsphäre des Westens auszudehnen.

Das Erschreckende dabei ist, dass gerade Deutschland, mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit, heute wieder Faschisten unterstützt und brennende Gewerkschaftshäuser ignoriert, um wirtschaftlich davon zu profitieren. Dies zeigt deutlich auf, dass hinter dem Faschismus das Kapital steht und das der Imperialismus vor nichts zurückschreckt, um seinen Einfluss zu vergrößern.

Wir als Linksjugend ['solid] Hildesheim stehen solidarisch an der Seite aller Antifaschisten und verurteilen das Verhalten von EU und USA im gesamten Ukraine-Konflikt aufs schärfste.

Ferner rufen wir dazu auf, sich an der Spendenaktionen der Roten Hilfe zu beteiligen, die Geld für verfolgte Antifaschisten in der Ukraine sammelt: http://www.rote-hilfe.de/presse/bundesvorstand/547-pe-unsere-solidaritaet-gegen-anhaltenden-rechten-terror-in-der-ukraine-rote-hilfe-e-v-richtet-spendenkonto-fuer-verfolgte-antifaschist-innen-ein .

Dienstag, 22. April 2014

Unserem Genossen Lenin zum 144. Geburtstag




Heute vor 144 Jahren wurde Wladimir Iljitsch Uljanow, besser bekannt als Lenin, in Simbirsk, was ihm zu Ehren später in Uljanowsk umbenannt wurde, geboren.

Obwohl Lenins Familie in den Adelsstand erhoben wurde, als Lenin noch ein kleines Kind war, hatte er immer ein offenens Ohr für die einfachen Menschen und setzte sich für diese ein.

Lenins politische Laufbahn begann 1887, als die Truppen des Zaren seinen Bruder Alexander hinrichteten, der ein Attentat auf den Zaren plante und Lenin sich daraufhin der revolutionären Bewegung anschloss. 1893 schloss er sein Jurastudium ab und arbeitete bei verschiedenen Kanzleien. Im Oktober 1895 Gründete er zusammen mit dem späteren Anführer der Menschewiki, Julij Martow, den Kampfbund zur Befreiung der Arbeiterklasse, welcher 1898 in der "Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands (SDAPR)" aufging. Im Dezember des gleichen Jahres wurde er wegen Agitation verhaftet und verbrachte 2 Jahre im Gefängnis. Anschließend wurde er für 3 Jahre nach Sibirien verbannt. 1900 verlies er Russland und lebte in verschiedenen europäischen Ländern, wo er weiterhin theoretische Schriften verfasste und seine politische Arbeit fortführte.

1903 nahm Lenin am II. Parteitag der SDAPR teil, auf dem sich die Partei in 2 Flügel spaltete. Die sozialdemokratischen Menschewiki, angeführt von Martow und die sozialrevolutionären Bolschewiki unter Lenin. In der Revolution von 1905 kehrte er nach Russland zurück und versuchte den Zaren zu stürzen, was fehlschlug. Daraufhin ging er wieder ins europäische Exil. Auf der Prager Konferenz der SDAPR wurden die Menschewiki endgültig aus der Partei ausgeschlossen und die Partei benannte sich in SDAPR(B) um, aus welcher die spätere KPdSU  werden würde.

Den 1. Weltkrieg verbrachte Lenin in hauptsächlich im schweizerischen Bern. 1917 wurde er nach dem Ausbruch der Februarrevolution, die den Zaren stürzte, in einem verplombten Eisenbahnwaggon zurück nach Russland gebracht. Das deutsche Kaiserrreich erhoffte sich davon, das Ausscheiden des russischen Zarenreiches aus dem Krieg zu beschleunigen. Am  25. Oktober 1917 fand schließlich die Oktoberrevolution statt und die bürgerliche Regierung Alexander Kerenskis wurde gestürzt und die Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik wurde ausgerufen. Am 3. März 1918 kam es letztendlich zum Frieden von Brest-Litowsk und somit zum endgültigen ausscheiden Russlands aus dem 1. Weltkrieg.

Bereits unmittelbar nach der Oktoberrevolution kam es bereits zu den ersten konterrevolutionären Aufständen gegen die junge Republik, die in den russischen Bürgerkrieg mündeten. Im Jahr 1922 endete dieser blutige Krieg, in dessen Verlauf die junge Sowjetmacht von inneren, sowie von äußeren Feinden unablässig attackiert wurde. So wurde letztendlich am 30. Dezember 1922 die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken gegründet, dessen 1. Regierungschef Lenin wurde.
Am 21. Januar starb Lenin an den Folgen mehrer Schlaganfälle in Gorki bei Moskau. Nach seinem Tod wurde Lenins Leichnam einbalsamiert und ist seit dem in einem Mausoleum an der Kremelmauer aufgebahrt.

Wladimir Iljitsch Uljanow ist es gelungen, die Theorien von Karl Marx und Friedrich Engels weiterzuentwickeln und den ersten sozialistischen Staat der Welt zu gründen. Seit seinem Tod gerufen sich viele Revolutionäre auf Lenin und seine Erfolge beim Aufbau des Sozialismus. Lenin zeigte auf, das eine andere Welt, jenseits des Kapitalismus möglich ist und dass es sich lohnt, dafür zu kämpfen.

Wir, die Linksjugend ['solid] Hildesheim, gratulieren unserem Genossen Lenin postum  dafür, dass sein Leben und seine Kämpfe Generationen von Revolutionären Kraft und Inspiration gegeben haben und noch heute geben.

Mittwoch, 16. April 2014

128. Geburtstag Ernst Thälmanns




Am 16. April 1886 wurde Ernst  Fritz Johannes Thälmann in Altona geboren. Thälmanns politische Karriere begann am 15. Mai 1903, als er der, damals noch revolutionären, SPD beitrat. Im November 1918 trat Thälmann der USPD bei, für die er in der Hamburger Bürgerschaft saß. 1920 trat er der KPD bei, zu deren Vorsitzenden er 1925 gewählt wurde und für die er von 1924-1933 als Abgeordneter im Reichstag saß. Von 1924-1929 war er außerdem Vorsitzender des Roten Frontkämpferbundes, welcher sich blutige Straßenschlachten mit der Sturmabteilung der NSDAP lieferte. Im Oktober 1923 organisierte er den Hamburger Arbeiteraufstand, der nach 2 Tagen niedergeschlagen wurde. 1925 kandidierte er zur Wahl des Reichspräsidenten, welche er, im ersten Wahlgang mit einem Ergebnis von 7% und im 2. Wahlgang mit 6,4%, gegen Paul von Hindenburg verlor. Am 3. März 1933 wurde er von den Nationalsozialisten verhaftet und in verschiedenen Gefängnissen inhaftiert, darunter auch von 1937-1943 im Gerichtsgefängnis Hannover. Am 18. August 1944 wurde Thälmann, auf Hitlers persönlichen Befehl hin, im KZ Buchenwald erschossen und verbrannt.

Ernst Thälmann, der selber aus bescheidenen Verhältnissen stammt, hat sein ganzes Leben lang für eine bessere Welt und für die Befreiung der Arbeiter gekämpft. Er erlebte dabei auch Niederlagen, aber trotz alledem gab er nie auf und blieb seinen Idealen treu.
Er erreichte viel und gab anderen Mut, sich gegen die kapitalistische Knechtschaft zur Wehr zu setzen.

Wir möchten Ernst Thälmann hiermit als unerschütterlichen Kämpfer für den Sozialismus ehren und gedenken seinem Kampf, den wir in seinem Namen weiterführen werden.